Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass Nordkorea Krypto im Wert von rund 2 Milliarden Dollar gestohlen hat. Insbesondere soll die Nation eine Reihe von Kryptowährungsbörsen und Banken gehackt haben. Dies geht zumindest aus einem durchgesickerten vertraulichen UN-Bericht hervor.


Vereinte Nationen enthüllen massiven nordkoreanischen Kryptodiebstahl

Dieser vertrauliche Bericht wurde kürzlich von mehreren Mainstream-Nachrichtenagenturen, darunter Reuters, aufgegriffen und behandelt. Laut einem am Montag veröffentlichten Reuters-Artikel waren die Cyberangriffe Nordkoreas Berichten zufolge darauf ausgerichtet, Mittel für seine Massenvernichtungsprogramme zu generieren.

Reuters berichtet, dass dieser Artikel letzte Woche dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgelegt wurde. Nordkoreanische UN-Vertreter haben jedoch Berichten zufolge noch nicht auf den Bericht reagiert.

Dem Bericht zufolge soll Nordkorea „den Cyberspace genutzt haben, um immer ausgefeiltere Angriffe zu starten, um Gelder von Finanzinstituten und Krypto-Währungsbörsen zu stehlen, um Einnahmen zu generieren“.

Darüber hinaus gibt es seit langem Vorwürfe von nordkoreanischen Cybersicherheitsangriffen. Insbesondere innerhalb der Kryptowährungsgemeinschaft gibt es seit langem weit verbreitete Behauptungen über nordkoreanische organisierte Hacking-Angriffe.


Nordkorea wendet sich Krypto zu, da die Sanktionen steigen

Vor allem die so genannte „Lazarus-Gruppe“ ist besonders bekannt geworden. Wie bereits mehrfach berichtet wurde, hat sich das Risiko von nordkoreanischer Hacker für Einzelanleger erhöht. Dieser jüngste Bericht der Vereinten Nationen scheint diese Befürchtungen zu bestätigen.

Laut Reuters untersuchen Experten nun „mindestens 35 gemeldete Fälle von Akteuren der DVRK, die Finanzinstitute, Kryptowährungsbörsen und Mining-Firmen zur Erzielung von Fremdwährungen in über 17 verschiedenen Ländern attackieren“.

Der Grund, warum Nordkorea auf Krypto-Börsen abzielt, scheint ebenfalls klar zu sein. Laut UN-Experten versucht Nordkorea, „Einkommen auf eine Weise zu generieren, die schwerer zu verfolgen ist und weniger staatlicher Aufsicht und Regulierung unterliegt als der traditionelle Bankensektor“.

Dies ist das Ergebnis umfangreicher Sanktionen, die Nordkorea in einer Reihe von Maßnahmen seit 2006 auferlegt wurden. Diese Sanktionen zielen darauf ab, den Zugang Nordkoreas zum internationalen Handel und zur Finanzierung zu beschränken. Allerdings können solche Sanktionen, wie in Venezuela zu beobachten, Länder zu Kryptowährungen lenken.

Dennoch ist es nicht das erste Mal, dass eine international angesehene Organisation vor nordkoreanischen Hackingversuchen warnt. Das FBI hat zuvor eine ähnliche Warnung ausgesprochen. Dies ist jedoch das erste Mal, dass die Vereinten Nationen tatsächlich darüber berichten. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen die Organisation ergreift.


Quelle: Titelbild (Richard Patterson) Lizenz