Österreichs Telekom Gigant A1 wird sieben verschiedene digitale Währungen als Zahlungsmittel für seine Mobilfunkdienste zulassen. Während des Pilotversuchs wird A1 Kryptozahlungen an einige ausgewählte Filialen in Österreich akzeptieren.


Pilotprojekt von A1

Österreichs Telekommunikationsriese und größter Mobilfunkanbieter A1 hat offiziell die Annahme von Kryptowährungszahlungen in einigen seiner Filialen in Österreich angekündigt.

In der offiziellen Ankündigung erklärt A1, dass sie in ihrem Pilotprojekt Kryptowährungszahlungen in einigen A1-Shops akzeptieren werden, während sie gleichzeitig globalen Unternehmen zeigen, dass die Integration digitaler Währungszahlungen in ihren Betrieb eine wirklich einfache Aufgabe ist. Der Telekom Gigant ist der Ansicht, dass der mobile Zahlungsverkehr zwar weltweit explodiert, der digitale Zahlungsverkehr jedoch noch nicht auf dem Weltmarkt angekommen ist.

Während des Pilotversuchs wird A1 nur wenige Kryptowährungen zur Zahlung akzeptieren, darunter Bitcoin, Litecoin, Dash, Ethereum, XRP und Stellar. Der offizielle Blog-Post erwähnt auch sieben verschiedene A1-Stores in Österreich, die Kryptozahlungen annehmen. Neben den digitalen Währungen plant A1 außerdem bis Ende August die Integration von AliPay und WeChat in seine Plattform.

Markus Schreiber, Leiter A1 Business Marketing, sagt:

„Das Bezahlen mit digitalen Währungen gewinnt international immer mehr an Bedeutung, und jede Branche ist davon betroffen. Ob es sich nun um den Coffee-to-go oder das Kinoticket handelt, Bargeld ist ein veraltetes Modell. Mit unserem Pilotbetrieb in den A1-Shops testen wir die Nachfrage und Akzeptanz von digitalen Währungen in Österreich“.

Vorab hatte, laut des Telekom Giganten, das Unternehmen alle Risikobewertungen durchgeführt, die mit dem Umgang mit Kryptowährungen verbunden werden. Der Telekommunikationsriese plant, das Gateway „A1 Payment“ in Zusammenarbeit mit den lokalen Bankenlösungen Ingenico, Salamantex und Concardis zu nutzen. Diese Banken verfügen über eine robuste Infrastruktur, die sich leicht in ihr POS-System integrieren lässt. Darüber hinaus bieten die Banken einen Rahmen, der die Krypto-Preisschwankungen auffangen und den Händler von Wechselkursschwankungen entlasten kann.

„Als Pionier übernimmt A1 eine große Verantwortung für die Digitalisierung unserer Gesellschaft“, erklärt Schreiber. „Die Sicherheit von Verbrauchern und Handel sowie die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen und Bestimmungen haben oberste Priorität. Bevor das A1 Payment Portfolio um digitale Währungen erweitert und für Geschäftskunden offiziell zugänglich gemacht wird, wird nun eine mehrstufige Studie durchgeführt, die mit ausgewählten A1 Shops“ beginnt.


Akzeptanz wächst

Eine Reihe von globalen Unternehmen haben in letzter Zeit ihr Engagement für die Akzeptanz von Kryptozahlungen erhöht. So hat beispielsweise Whole Foods, das von Amazon übernommen wurde, kürzlich angekündigt, Kryptozahlungen in seinen Filialen zu akzeptieren.

Der Kaffee-Einzelhandelsriese Starbucks ist ebenfalls eine Partnerschaft mit der kommenden ICE-Plattform Bakkt eingegangen, die Kryptozahlungen an den Einzelhandelsstandorten ermöglichen wird. Unternehmen wie Bakkt arbeiten daran, die Nutzung von Kryptowährungen für die Nutzer im Alltag einfach und nahtlos zu gestalten.


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