Laut den neuesten Nachrichten hat die New York Times bekannt gegeben, dass sie den Ursprung digitaler Dateien mit Hilfe der Blockchain-Technologie speichern will, um so die Verbreitung von Fake-News zu verhindern.


Die New York Times (NYT) hat kürzlich enthüllt, dass sie erfolgreich an einem Projekt arbeiten, das Blockchain-Technologie einsetzt, um die sich ständig verbreitenden Fake-News zu bekämpfen. NYT verwendet Hyperledger Fabric Permissioned Blockchain. Das Projekt heißt „The News Provenance Project“ und zielt darauf ab, neue Wege für Verlage zu finden, um Fehlinformationen zu bekämpfen.

„Unsere erste Arbeit besteht darin, ein Blockchain-basiertes System zur Aufzeichnung und gemeinsamen Nutzung von Metadaten über Medien – insbesondere Bilder und Videos – zu erforschen, die von Medien veröffentlicht werden. Wir führen auch Recherchen bei Konsumenten durch, um die Arten von Signalen zu identifizieren, die den Konsumenten helfen können, authentische Medien zu erkennen“, so die Website.

Auf ihrer Website beschreiben und beantworten sie diverse Fragen, die solch ein System aufwerfen könnte. Die New York Times wird das komplette Jahr 2019 für die Arbeit an der ersten Phase dieses Projekts verwenden. Während dieser Zeit arbeiten sie an Anwender-orientierter Forschung.

Damit soll die Tragfähigkeit des Konzepts belegt werden, dass man die Herkunft und Echtheit von Informationen mit Hilfes des Systems erkennen kann. Gegen Ende des Jahres werden sie einen Bericht über ihre Ergebnisse veröffentlichen.

Dies ist ein Vorteil für die New York Times, aber sie sagt, dass sie die Arbeit ihrer Forschungs- und Entwicklungsteams und der NYT-Journalisten veröffentlichen wollen. Die New York Times sagt, dass sie nicht der Hauptprofiteur dieses Projekts sein werden:

„Letztendlich aber ist es der Nachrichten-Konsument, der am meisten davon profitieren sollte. Wenn es für ihn nicht funktioniert, dann funktioniert es gar nicht.“


Aber wozu braucht man eine Blockchain?

Auf ihrer Website beschreiben sie, dass sie mit Hilfe der Blockchain Informationen zwischen den Unternehmen so austauschen können, dass die Herkunft von digitalen Daten gespeichert wird:

„Abgesehen vom Hype bietet Blockchain Mechanismen für den Informationsaustausch zwischen Unternehmen, die wir für unerlässlich halten, um die Herkunft digitaler Dateien zu ermitteln und zu speichern. Insbesondere werden Daten in einer Blockchain so gespeichert, dass sie unveränderlich sind (also manipulationssicher), und Kopien der Daten können von allen Beteiligten aufbewahrt werden.“

Wie oben beschrieben, verwenden sie Hyperledger Fabric, ein zugelassenes, privates, Open-Source-Blockchain-Framework. Darüber hinaus zeigen sie, dass IBM Garage ihnen auch bei diesem Projekt hilft, weil sie in der Vergangenheit ähnliche Projekte durchgeführt haben.

Schließlich arbeitet die New York Times gemeinsam mit der IBM Garage an einem System (Proof of Concept) zur Speicherung und Bereitstellung digitaler Dateien und kontextbezogener Metadaten von Fotodateien, um deren Authentizität zu beweisen. Das bedeutet, dass in den Daten der Fotos enthalten ist, wo das Foto (oder Video) aufgenommen wurde, von wem, und allen Informationen darüber, wer, wann und wie es bearbeitet wurde.

Anfang dieses Jahres war die New York Times auf der Suche nach einem Blockchain Forschungsleiter. In der Stellenbeschreibung stand, dass sie nach einem „zukunftsorientierten Leiter suchen, der bei der Konzeption und Gestaltung eines Blockchain-basierten Systems für Nachrichtenverlage mitarbeitet und dessen Durchführbarkeit bestätigt“.

Es sieht so aus, als hätten sie die Stelle erfolgreich besetzt, als das Projekt begonnen hat.


Quelle: Titelbild (sam chills) Lizenz