Gestern fand eine mysteriöse – und massive – Bitcoin-Transaktion statt. Tatsächlich gilt die Empfänger-Wallet der signifikanten Bitcoin-Transaktion heute als die reichste außerbörsliche Adresse. Darüber hinaus ist nicht bekannt, dass die Adresse mit einem kryptoverwandten Unternehmen in Verbindung steht.


Massives Transaktion weckt das Interesse der Analysten

Diese große Bitcoin-Transaktion hat eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Darüber hinaus spekulieren viele darüber, woher die Transaktion stammt und welcher Akteur dahinter steckt.

Konkret besteht diese Transaktion aus einer riesigen Menge von 94.504 Bitcoin. Der Marktwert dieser Transaktion beträgt über 1 Milliarde US-Dollar, der aktuelle Bitcoin-Marktpreis liegt bei 10.374 US-Dollar. Daten von der Überwachungsorganisation Bininfocharts deuten darauf hin, dass die empfangende Wallet nun die reichste außerbörsliche Adresse ist.

Analysten versuchen nun, die Herkunft der Transaktion zu ermitteln. Derzeit soll etwa ein Drittel dieser Transaktion direkt von der Huobi-Börse kommen. Dies ist zumindest nach Angaben des britischen Blockchain-Datenanbieters TokenAnalyst der Fall.

Dies wird durch die Blockchain-Metriken und das Datenunternehmen Glassnode weiter unterstützt. Dennoch geht Glassnode noch weiter und legt nahe, dass „mindestens 73.000“ der gesendeten Bitcoins aus Huobi stammen.

Es scheint, dass Huobi daher tatsächlich an der Transaktion beteiligt ist. Ein anderer Krypto-Beobachter schickte einen Tweet und behauptete, dass „mindestens zwei Bitcoin-Wallets“ in der Transaktion zu Huobi gehören.


Die Transaktion beinhaltete keine bekannten Wallets

Allerdings ist unklar, woher diese Transaktion kommt. Früh am heutigen Tag berichtete Whale Alert, die Informationsquelle zur Überwachung von Kryptowährungen, dass die große Transaktion weder „irgendwelche bekannten Wallets“ noch irgendeine Zugehörigkeit zu bekannten Krypto-Börsen oder anderweitig kryptobezogenen Unternehmen betraf.

Es wurde die Theorie aufgestellt, dass sich die Transaktion jedoch auf Bakkt beziehen könnte. Diese institutionelle Handelsplattform begann bereits gestern mit der Annahme von Kundeneinlagen. Als solche ist es möglich, dass dies ein Auslöser sein könnte.

Max Keiser sagte zum Beispiel, dass hinter der Transaktion „Institutionen, die Lagerbestände für ihre zukünftigen Market Making Anforderungen aufbauen“ seien.

Außerdem gab der Marktteilnehmer hinter der großen Transaktion auch rund 700 Dollar für Gebühren aus, bei 480 Satoshis pro Byte. Obwohl dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, ist es immer noch eine sehr hohe Gebühr. Bei einer Rate von 23 Satoshis pro Byte hätte die Transaktion in 10 Minuten für etwa 35 Dollar durchgeführt werden können.


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