Die G20-Länder, darunter Japan, die USA und Europa sowie Vertreter aus Schwellenländern, werden im Juni in Fukuoka (Japan) ein Gipfeltreffen betreffend Regulierungsmaßnahmen von kryptographischen Gütern in Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung abhalten. Die G20-Mitgliedsländer werden sich am 8. und 9. Juni in Fukuoka, Japan, treffen.

Mehr Transparenz

Unter dem Beisitz der jeweiligen Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der einzelnen Regionen, werden Maßnahmen und Regelungen diskutiert, die die Transparenz von Vermögensflüssen und Transaktionen durch strengere Identifizierungsauflagen ermöglichen.

Virtuelle Währungen ermöglichen eine hohe Anonymität von Transaktionen. Dadurch entsteht der Verdacht, dass dieses System verstärkt zur Geldwäsche und der Finanzierung von terroristischen Organisationen missbraucht wird.

Politischer Aspekt

Unter anderem könnten wirtschaftlich sanktionierte Staaten, wie zum Beispiel Nordkorea, die Kryptowährungen dazu nutzen um die verhängten Sanktionen zu umgehen, da die Geldflüsse nicht nachvollziehbar sind.
Obwohl erwartet wird, dass die G20 in der Erklärung Nordkorea nicht erwähnen werden, zielt sie jedoch auch darauf ab, Nordkoreas Flucht vor wirtschaftlichen Sanktionen zu stoppen. Es besteht der Verdacht, dass Nordkorea durch Cyberangriffe in den letzten Monaten einige Millionen US-Dollar entwendet und diese als Finanzierungsquelle verwendet hat.

Konsequenzen

Es bleibt abzuwarten ob sich die Vertreter auf eine geschlossene Vorgehensweise einigen können und wie sich diese auf den Kryptomarkt und Privatpersonen im Besonderen auswirken werden. Durch rechtlichen Druck der politischen Instanzen könnten Kryptobörsen in Zukunft dazu genötigt werden persönliche Daten (KYC) ihrer Nutzer zwingend einzufordern. Diese Informationen könnten dann bei Bedarf von Behörden angefordert werden um die getätigten Transaktionen offen zulegen. Wie und in welchem Ausmass diese Offenlegung legitimiert werden muss, bleibt abzuwarten.

Erst im März diesen Jahres wies der Gründer und CEO der in Großbritannien ansässigen Digital Banking App „Revolut„, öffentlich Vorwürfe einer Verletzung und Fahrlässigkeit des Unternehmens im Zusammenhang mit Geldwäsche zurück.