Der neue Kryptowährungszweig von Fidelity Investments ist nun in Betrieb. Fidelity Digital Assets, nahm ihren Betrieb Anfang dieses Quartals auf. Es wurde bereits damit begonnen, institutionellen Investoren wie Hedgefonds und privaten Vermögensverwaltern Dienstleistungen im Bereich Trade Execution und Krypto Custody anzubieten.

Wertverlust unbedeutend

Tom Jessop, der Leiter von Fidelity Digital Assets, sagte CNBC, dass der sogenannte Krypto-Winter die Inbetriebnahme des neuen Geschäftszweiges nicht beeinträchtigt habe. Die schwachen Preise haben es auch nicht geschafft, die institutionellen Kryptowährungsangebote des Unternehmens zu dämpfen, erklärte er.

Fidelity Investments kündigte im vergangenen Oktober erstmals die Gründung seiner Krypto-Währungstochter an. Seit der Ankündigung haben die Bären jedoch weiterhin den Markt dominiert. Letztes Jahr verlor der Bitcoin mehr als 80 Prozent seines Wertes und rutschte von einem Höchststand von fast 20.000 $ auf 3.879 $ ab.

Im Jahr 2019 scheinen sich die Preise zwischen 3.300 und 4.000 Dollar zu stabilisieren. Aber konservative institutionelle Investoren, wie sie von Fidelity umworben wurden, haben gezögert, in den Kryptomarkt einzutreten. Das liegt zum Teil an den Bedenken über die Volatilität von Bitcoin, die innerhalb weniger Stunden um bis zu 10 Prozent schwanken oder zusammenbrechen kann.

Investoren abwartend

Jessop gab zu, dass sich institutionelle Investoren bei Kryptowährungsinvestments noch in einer abwartenden Haltung befinden. Er erklärte jedoch, dass es ein langfristiges Interesse solcher Investoren gebe, ihre Portfolios um zumindest einen Kryptowert zu erweitern. Viele Unternehmensinvestoren betrachten Kryptowährung als einen Wertspeicher in einer Krise, während andere sie als eine Gelegenheit zum Handeln betrachten. 

Jessop meinte:

„Wenn überhaupt, sind institutionelle Anleger jetzt genauso ermutigt wie bei höheren Preisen. Irgendwann wird es einen attraktiven Einstiegspunkt geben. Aber ebenso wollen die Leute nicht zu früh kommen, auch wenn wir gut von den Höchstständen weg sind.“

Interesse ungebrochen

Um das Interesse zu ermitteln, befragte Fidelity etwa 450 Institutionen, darunter die Reichen, Hedgefonds und Stiftungen, berichtete CNBC. Die Ergebnisse zeigten, dass 22 Prozent der Befragten bereits über eine Kryptowährung verfügten und planten, ihre Portfolios zu verdoppeln.

Tätigkeitsfeld

Fidelity Digital Assets wird Investoren helfen, Kryptowährungen an mehreren Börsen zu kaufen und zu verkaufen sowie die digitalen Assets sicher zu lagern. Jessop zeigte auch, dass einige Aspekte des Unternehmens noch in Arbeit sind, wie z.B. die Erweiterung der Bereiche, in denen es Geschäfte tätigen kann, während es sich um konkurrierende Kundenbedürfnisse kümmert, von denen einige eine gewisse Ausbildung in Krypto-Investitionen erfordern.

Der Einstieg von Fidelity in die Kryptowährungsbranche wird als wichtiger Wendepunkt angesehen, um institutionelle Investoren in den gleichen Raum zu ziehen. Das 72-jährige Familienunternehmen verwaltet Altersvorsorge und Investmentfonds.