Die Commerzbank, das 30 Prozent des deutschen Außenhandels finanziert, hat einen wichtigen Fortschritt erzielt. Wie in der Pressemitteilung berichtet, hat die Commerzbank in Zusammenarbeit mit ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilung und Daimler Trucks einen Pilottest für blockchainbasierte Maschine-zu-Maschine (M2M)-Zahlungen durchgeführt und ist damit die erste deutsche Bank, die einen solchen Meilenstein erreicht hat.

M2M-Zahlungen beziehen sich schlicht und einfach auf einen Zahlungsvorgang, der vollständig zwischen Maschinen durchgeführt wird, ohne jegliche Form von menschlichem Eingriff.

Konkret sagt das Team, dass der M2M-Pilot einen vollautomatischen Zahlungsprozess zwischen einer elektrischen Ladestation und einem Daimler-LKW nahtlos inszeniert hat.

Die Commerzbank sagt, dass sie Euro in einem dezentralen Ledger ausgegeben und dem LKW zugänglich gemacht hat, der wiederum die Zahlung über Smart Contracts abwickelte.


DLT verbessert die Wirtschaftlichkeit von Maschinen

Während die Maschinenbauindustrie in jüngster Zeit aufgrund der zunehmenden Digitalisierung, Autonomie und Vernetzung von Maschinen sowie der Fähigkeit von Maschinen, Zahlungen gegenseitig abzuwickeln, stetig gewachsen ist, sind die derzeitigen Zahlungssysteme laut Commerzbank noch nicht in der Lage, die Anforderungen des M2M-Ökosystems zu erfüllen.

Vor diesem Hintergrund wird nun versucht, die Zahlungslücke in der M2M-Branche zu schließen.

Stefan Müller, Bereichsvorstand für das Transaktionsgeschäft der Commerzbank, kommentierte den Erfolg des blockkettenbasierten M2M-Pilotprogramms:

„Nach der erfolgreichen Digitalisierung von Wertpapiergeschäften in vergangenen Pilotprojekten konzentriert sich die Commerzbank nun auf blockchainbasierte Zahlungssysteme. Als Finanzinstitut sehen wir unseren Auftrag darin, innovative digitale Zahlungsarchitekturen für unsere Kunden zu schaffen.“

Tatsächlich ist die Commerzbank eines der führenden Finanzinstitute, das sich mit großem Engagement dafür eingesetzt hat, die Potenziale von DLT weltweit zu erschließen.

Im Februar 2019 hat die Commerzbank gemeinsam mit Siemens und Continental ein Blockchain-Pilotprojekt durchgeführt, um die Zeit für die Freigabe von Fonds am Geldmarkt zu verkürzen.

Anfang März 2019 hat die Commerzbank mit der Deutschen Börse zusammengearbeitet , um ein Repo-Geschäft in Höhe von 11,3 Millionen US-Dollar über die Blockchain durchzuführen.

Dieser neueste M2M-Pilottest hat gezeigt, dass sowohl der Lade- als auch der Bezahlvorgang von Elektrofahrzeugen automatisch und ohne menschliche Interaktion durchgeführt werden kann.

Das Team ist fest davon überzeugt, dass dies zu „Effizienzsteigerungen in Logistikketten führt und gleichzeitig ein erhebliches Potenzial freisetzt“, da die Fahrzeugautomation weiter an Fahrt gewinnt.


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