Coinbase hält nun über 7 Milliarden Dollar an Kryptovermögen

Krypto-Börse Coinbase hat gerade die institutionellen Custody-Geschäfte von Xapo, der Krypto-Wallet und Vermögensverwalter, für 55 Millionen Dollar gekauft. Damit ist Coinbase Custody der größte Krypto-Custodian der Welt.

Xapo, gegründet 2013, ist vor allem für die Lagerung von Kundenvermögen in Bunkern bekannt, die in den Schweizer Bergen versteckt sind. Laut Fortune werden nun rund 5,3 Milliarden US-Dollar der Krypto-Assets ihrer Kunden in die Coinbase Custody übergehen. Und das sind nur die Kunden, die bereits zugestimmt haben, Gelder an Coinbase zu überweisen: Die Konten der verbleibenden Kunden sind angeblich über 3,5 Milliarden Dollar wert.

Sam McIngvale, CEO von Coinbase Custody, formulierte es so: „Wir fangen gerade erst an.“

Damit wird Coinbase Custody nun mehr als 7 Milliarden Dollar an digitalen Assets verwalten. Mit dem rasanten Wachstum bedient Coinbase Custody auch über 120 institutionelle Kunden in 14 Ländern. Nicht schlecht für eine vor gut einem Jahr gegründete Tochtergesellschaft.

Brian Armstrong fügte in einem Tweet hinzu:

„Wir sehen 200-400 Millionen Dollar pro Woche an neuen Kryptoeinlagen von institutionellen Kunden.“

Die Übernahme von Xapo erfolgt, nachdem die Krypto-Asset-Management-Firma Grayscale Investment Anfang dieses Monats Berichten zufolge rund 2,7 Milliarden Dollar an Bitcoin an Coinbase überwiesen hat.

Als Reaktion auf die Übernahme versprach der Coinbase Custody-Rivale BitGo, der rund 2 Milliarden Dollar an digitalen Assets hält, die Depotgebühren für das nächste Jahr zu senken. In einem Blogbeitrag behauptet das Unternehmen, dass die Kunden von Xapo „um die Sicherheit ihrer digitalen Assets besorgt sind“ und darüber nachdenken, das Produkt zu verlassen.

Aber wenn Coinbase weiter wächst, könnte BitGos Erniedrigung auf taube Ohren stoßen.


Quelle: Text | Titelbild (Marco Verch) Lizenz