Kryptowährungsbörse Coinbase hat Berichten zufolge die Möglichkeit diskutiert, eine eigene regulierte Versicherungsgesellschaft mit Hilfe des Versicherungsmaklers Aon zu gründen, schreibt Coindesk.

Traditionell sind Kryptowährungsbörsen wie Kraken oder Huobi selbst versichert, da andere Versicherer häufig hohe Versicherungspreise verlangen und kryptowährungsbezogene Risiken nicht decken. Die Selbstversicherung ist jedoch nicht geregelt und ohne formale Struktur. Captives bietet ein „reguliertes, geprüftes Instrument“ zur Speicherung von Fonds, die getrennt von anderen Fonds gehalten werden. Diese Art der Versicherung wird von Unternehmen bevorzugt, da die Gründung von Captives zur Senkung der Versicherungskosten beitragen kann.

Darüber hinaus bietet Captives einen weiteren Vorteil gegenüber der Selbstversicherung:

„Wenn ein Unternehmen selbst versichert ist, übernimmt es die Verantwortung für die Finanzierung von 100% aller Verluste“, sagt Jacqueline Quintal, Geschäftsführerin und Praxisleiterin von Aon. „Captives hingegen bietet den Unternehmen einen Zugang zu Erst- oder Rückversicherungen und finanziert selbstversicherte Schadenssummen vor, statt nur Kapital zur Verfügung zu stellen.“

Laut Coindesk hat Aon damit begonnen, Captive-Unternehmen auf den Kaimaninseln, in Partnerschaft mit ungenannten Kryptowährungsfirmen, zu gründen. Darüber hinaus hat das Unternehmen dieses Jahr seine erste Krypto-Captive eingerichtet, die Verbrechensabdeckung im Fall von Hot Wallet Hacks und Specie-Abdeckung für cold storage-held Krypto-Währungen anbietet.

Aon und Coinbase haben dieses Jahr schon einmal zusammengearbeitet, als der Versicherer Coinbase dabei half, eine Hot Wallet Deckung von 255 Millionen Dollar zu erlangen.


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