Die China Shipbuilding Industry Company Limited (CSICL) wird untersuchen, wie sie Blockchain zur Finanzierung ihrer Upstream-Lieferanten einsetzen kann, berichtet die offizielle chinesische Zeitung People’s Daily am 27. März. CSICL ist eine Tochtergesellschaft eines der beiden größten chinesischen Schifffahrtskonzerne, der China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC).

CSICL hat mit der Shanghai Bank eine strategische Kooperationsvereinbarung über Lieferkettendienstleistungen unterzeichnet. Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung werden CSICL und die Shanghai Bank angeblich eine blockchainbasierte Online-Lieferkettenfinanzierungsplattform für Upstream-Lieferanten der CSIC entwickeln.

Die Plattform soll angeblich die Finanzierung von Lieferketten für die zehn wichtigsten Produktbereiche des Unternehmens ermöglichen: Schiffsbau, Speicherbatterien, Schiffbau, Turbolader, Tabakmaschinen, Dieselmotoren, große Stahlkonstruktionen, Hafenmaschinen, Gaszähler und Automatisierungsverteilungssysteme.

Laut People’s Daily ist die jüngste Vereinbarung Teil des Plans der Shanghai Bank, die Geschäftsprozesse mit Hilfe neuer Technologien zu verbessern. Im vergangenen Oktober hat die Shanghai Bank Berichten zufolge ihre Uplink e-Chain vorgestellt – eine Online-Lieferketten-Finanzdienstleistungsplattform für kleine und mittlere Unternehmen.

Die Blockchain-Technologie wird in der gesamten Schifffahrtsindustrie und in verschiedenen Lieferketten eingesetzt. Im Januar eröffnete Israels größte Frachtschifffahrtsgesellschaft, Zim, eine Blockchain-Plattform für elektronische Frachtbriefe an alle Kunden in ausgewählten Branchen.

Im Februar wird das russische Versandlogistikunternehmen Infotech Baltika in Zusammenarbeit mit dem Moskauer Blockketten-Startup Iconic ein blockkettenbasiertes Hafenbetriebssystem namens Edge.Port entwickeln.

Anfang März kündigte die Regierung von Singapur an, dass sie ein Pilotprojekt für ihre blockkettenbasierte Seehandelsplattform TradeTrust durchführen wird. Das Pilotprojekt folgt einer Absichtserklärung vom Januar, die von der Infocomm Media Development Authority in Singapur, der Maritime Port Authority, dem Zoll in Singapur und der Singapore Shipping Association unterzeichnet wurde.